Toto Wolff: Red Bull hat mit Spritpartner Eigentor geschossen

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(Motorsport-Total.com) – Mercedes-Sportchef Toto Wolff wundert sich über Red Bulls Entscheidung, mit einem anderen Öl- und Schmierstofflieferanten zusammenzuspannen als die Werksmannschaft des eigenen Antriebszulieferers Renault. Dass die Österreicher auf ExxonMobil (präsent durch seine Marke Esso) statt auf British Petrol (vertreten durch Castrol) setzen, bezeichnet er gegenüber ‚Motorsport-Total.com‘ als einen „strategischen Fehler“. Wolff sagt: „Es ist falsch, einen kommerziellen Deal zu bevorzugen.“

Toto Wolff: Er hätte anders gehandelt als die Kollegen des Red-Bull-Rennstalls Zoom Download

Eher sei es von Nutzen, sich identisches Material wie das Werksteam zu sichern, selbst wenn dafür ein Sponsor von dem Auto verschwindet. „Unsere Teams haben mit Ausnahme McLarens stets auf Petronas vertraut. Es war auch nie eine Frage“, meint Wolff. „Wir verwenden deshalb das gleiche Benzin, weil die Motoren mit einer bestimmten Sorte eingestellt werden. Wenn man eine andere nutzt, muss er anders kalibriert werden.“ Ergo wird für den Kunden vieles komplizierter als nötig.

Auch die Kosten steigen, denn es braucht zusätzliche Prüfstandtests im eigenen Haus. Das Geld aus dem Sponsorendeal könnte weg sein, wenn die Angelegenheit nicht sogar zum Verlustgeschäft mutiert. Wolff meint: „Nichtsdestotrotz muss man sich ansehen, ob der finanzielle Vorteil den strategischen aufwiegt.“ Er ist überzeugt, dass eine Zusammenarbeit zwischen Hersteller und Zulieferer bei den Antrieben immer schlagkräftiger wäre als die zwischen einem Kunden und einem Zulieferer.

Red Bull ist 2018 das einzige Kundenteam in der Formel 1, dass nicht den identischen Öl- und Schmierstofflieferanten bemüht wie die Werksmannschaft des Antriebsherstellers. Renault-Wechseler McLaren wird erst im kommenden Jahr mit seinem Wechsel zu Petrobras ein ähnliches Modell anstreben. Die Mercedes-Kunden setzten geschlossen auf Petronas, die von Ferrari auf Shell.